ROM-Server im Wandelcongenio
In letzter Zeit hat eine besonders interessante Entwicklung im Bereich von sogenannten ROM-Servern stattgefunden.

ROM-Server haben den Zweck, in einem lokalen Netzwerk zentral CD-, DVD- oder Bluray-ROMs zur Verfügung zu stellen. Dazu bietet z.B. die Firma -> Axis entsprechende Hardware an. Diese besteht aus einem Rechner, mindestens einem ROM-Laufwerk und einer Netzwerkkarte.


* Erste Phase

Zunächst wurden elektromechanische Wechsler verwendet, um zwischen verschiedenen Medien umschalten zu können. Diese sind recht teuer, da die mechanischen Anforderungen vergleichsweise hoch sind. Auch tritt bei Benutzung durch mehrere Benutzer das Problem auf, dass bei parallelem Zugriff durch den notwendigen CD-Wechsel Wartezeiten im Bereich mehrerer Sekunden entstehen.

* Zweite Phase

Die Hersteller erkannten das Problem und bauten bei gesunkenen Preisen Festplatten ein, die die Daten der ROMs puffern, um so wenigstens die wichtigsten Verwaltungsdaten (z.B. Inhaltsverzeichnis) nicht jeweils vom Medium lesen zu müssen und damit weniger Medienwechsel zu benötigen.

* Dritte Phase

Die Kapazität einer CD-ROM hat sich seit ihrer Erfindung nicht verändert, es passen nach wie vor ca. 700 MByte Daten darauf. Anders ist dies in der Entwicklung von Festplatten. Jedes Jahr kommen Modelle mit höheren Kapazitäten heraus. War es zu Beginn der Entwicklung möglich, mit einer Platte von 1 GByte Kapazität z.B. die Verwaltungsdaten von 10 CD-ROMs zu puffern, kann man heute ohne Probleme den gesamten Inhalt von 200 vollen CD-ROMs auf einer Platte mit 160 GByte Kapazität speichern und dies zu einem Preis, der weit geringer als der eines CD-Wechslers ist. Folglich begannen die Hersteller Geräte mit großen Festplatten und nur noch einem CD-ROM-Laufwerk anzubieten.

* Vierte Phase

Wenn man sich überlegt, dass an praktisch jeder Workstation im LAN heute ein ROM-Laufwerk eingebaut ist, dann kann man auf das im ROM-Server eingebaute Laufwerk ebenfalls verzichten. Notwendig ist nur die Möglichkeit, die Daten über das LAN auf der Festplatte des ROM-Servers einzuspielen.



So kommt es zu der paradoxen Situation, dass heutige "ROM-Server" überhaupt kein optisches Laufwerk mehr haben!
Das Anwendungsproblem reduziert sich letztlich auf die Bereitstellung von Massenspeicherkapazität. Dies kann durch LAN-Server, z.B. unter Linux mit erledigt werden, auch Server für Network Attached Storage von verschiedenen Herstellern kommen hierfür in Frage.

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